General Information
Unfortunately it would not make a lot sence to translate most of the following texts. Literature is generally hard to translate, but in the case of dAdA poems it is probably impossible. To be able to understand the following texts quite well, rather good knowledge of German is required.
The texts are written by former class mates (Florian Aigner = FA and Robert Parzer = RP) and myself (=DG). The authors of each text are given explicitly in brackets. A few more texts of Robert Parzer can be found on this website.
What is dada? Read a letter (in german) to Thomas Baum to find out what dada means for us!
Have fun!
Copyright
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Letter to Thomas Baum
Geschätzte jury!
Vor mehr als einem jahr stiessen wir, eine gruppe von freistädter gymnasiasten, auf die künstlerische stilrichtung des dadaismus. Sofort waren wir davon begeistert. - Ob Hugo Ball oder Kurt Schwitters, ob lyrik oder graphische arbeiten - dada spricht uns an. Wir begannen bald, uns näher damit zu beschäftigen und schrieben dann unsere eigenen texte. Ihr stil ist nicht ganz der des dadaismus, wir schufen eine eigene lyrik, wenn auch eine stark an den dada angelehnte. Man könnte uns "neo-dadaisten" nennen.
Unsere werke entstanden meist sehr spontan, oft während schulstunden, man kann bei vielen auch nicht sagen, wer sie wirklich geschrieben hat, weil wir uns gegenseitig stark beeinflusst & inspiriert haben; einen beträchtlichen teil unserer gedichte haben wir auch gemeinsam verfasst. (siehe "schneehuhn" oder "hulabalu")
Die texte rufen sowohl bei schülern als auch bei unseren lehrern sehr unterschiedliche reaktionen hervor. Manche halten unsere texte für progressiv-originell und humorvoll, andere für sinn- & geistlos. Alle haben eine meinung dazu und zwar eine recht emotionale. Dada fordert heraus. Dada polarisiert. Dada regt diskussionen an.
Wir sind für die freiheit der kunst, ansonsten wird man nicht viele geistige grundsätze in unsere gedichte hineininterpretieren können. Das ist eines der markantesten charakteristika unserer lyrik: Man kann, wenn man will, zwar gelehrte aufsätze, traktate & interpretationen zu diesen gedichten schreiben, kann dabei aber unmöglich ernst bleiben. Interpretation von dada wird unweigerlich selbst zum dada. Unsere gedichte lassen sich nicht mittels analytischer aufsätze festnageln.
Man könnte sagen, unsere texte seien symptom, seien eine reaktion auf eine stumpfsinnige, versinnloste welt.
Gleichzeitig ist diese aussage aber wieder falsch.
Unsere gedichte sind protest gegen regelbewusstsein und zwänge in der kultur, sind plädoyer für die freiheit der kunst.
Gleichzeitig sind sie das aber auch nicht.
Unsere lyrik ist versuch der lächerlichmachung der ewigen frage "Was will uns der autor damit sagen?", lächerlichmachung der haltung, immer möglichst viel in einen text hineininterpretieren zu wollen.
Gleichzeitig ist unsere lyrik aber auch ganz anders.
Es ist nicht so, dass all diese gedichte grundsätzlich nichts aussagen würden, wenn man unbedingt eine aussage haben will, so soll man aber bedenken, dass diese nicht zu wichtig zu nehmen ist. - Dada ist die einzige kunstrichtung, die sich selbst nicht ernst nimmt.
Es handelt sich hier um freie assoziationslyrik, spiel mit gedankenfolgen, spiel mit ungewöhnlichen wortkombinationen, spiel mit wörtern & silben. (In dieser hinsicht kann man, wenn man will, vielleicht beeinflussung durch Ernst Jandl feststellen.)
Wir hoffen, dass Sie zu denen gehören, die unseren texten aufgeschlossen gegenüber-stehen und sie mit amusement aufnehmen.
Robert Parzer, Florian Aigner, Dominik Grafenhofer
